Der Lotze-Blog

Blogbuch-Eintrag: 18.05.2018

Im Namen der Hose

Ein Plädoyer für gute Radbekleidung

 

Die Sonne scheint, die Menschen steigen aufs Fahrrad – höchste Zeit, sich mit dem Thema Radhose zu beschäftigen.

Seit auch die Discounter die radsportliche Betätigung als Einnahmequelle entdeckt haben, gibt es sie mindestens zwei Mal im Jahr: Angebote rund ums Fahrrad. Im Frühjahr gesellen sich zu Luftpumpe, Flickzeug und Beleuchtung neuerdings Radhosen in reicher Auswahl hinzu. Das Problem: Die meisten sehen zwar gut aus, haben aber eine miserable Polsterung. Und da ist es völlig egal, ob die Hose später auf dem Rennrad, E-Bike, Stadtrad oder Trekkingbike benutzt wird: Je länger die Tour, desto scheuernder die Hose. Da wird selbst die schönste Ausfahrt zur schmerzlichen Tortour.

Was tun? Der Tipp, sich entsprechende Rad-Unterhosen gleich mitzukaufen, bringt nicht viel weiter. So scheuern am Ende gleich zwei Mikrofaserstoffe unterm Hintern – nicht sehr angenehm. Radunterhosen sollten, wenn überhaupt, nur unter normalen Hosen und nicht auf langen Strecken getragen werden. Dann bringen sie dank obenliegender Nähte zumindest ein wohliges Gefühl und vermeiden Scheuerstellen.

Mehr Durchsicht

Eine Alternative wäre es, sich echte Radhosen zu besorgen. Echt meint in diesem Fall, dass diese Hosen erstens gut gepolstert sind (und zwar dort, wo es wehtun könnte), zweitens in Varianten für Frauen und Männer erhältlich sind (Unisex hilft auf dem Sattel nicht weiter) und drittens – das ist der einzige Nachteil – recht teuer sind. Um die 100 Euro sollte man für ein solches Exemplar schon anlegen. Dafür hält die Hose in der Regel ewig, man braucht keine zusätzliche Radunterhose und auch lange Touren bleiben ein Vergnügen.

Die Chance, sich bei Versteigerungsportalen preiswerte gebrauchte Radhosen zu besorgen, sollte man sich auf jeden Fall entgehen lassen. Erstens muss man eine Radhose vor dem Kauf zwingend anprobieren. Es sei denn, man kauft seit Jahren dasselbe Modell in derselben Größe – dann geht das auch übers Internet. Und zweitens weiß der Käufer nie, wo und wie die/der Vorbesitzer/in das Exemplar getragen hat. Und wie lange. Vielleicht hat er sich den Allerwertesten damit selbst schon rundgescheuert und hofft durch den Verkauf auf Linderung der Beschwerden. Daher: Finger weg von Gebrauchthosen!

Dann lieber eine neue, gut sitzende Radhose. Übrigens: Weiße Mikrofaserhosen sehen schick aus, haben aber einen entscheidenden Nachteil. Bei Nässe werden sie durchsichtig – auch dort, wo man es so gar nicht gerne sieht…

 

 

Blogbuch-Eintrag: 25.04.2018

Mal ehrlich: Sind Sie ein Sportler?

Der Frühling ist da, die Sonne scheint, und schon tummeln sich allerorten die Hobby-Sportler. Ob Läufer, Radfahrer, Skater oder Walker: Fast scheint’s, als gebe es nur noch Menschen, die nach Feierabend der Lust an der Bewegung frönen. Dieser Test zeigt, ob auch Sie Sportler sind. Oder eben nicht.

Du weißt, dass du nie zum Sportler wirst, wenn…

… du Kraulen nur mit Haustieren, aber niemals in Verbindung mit Schwimmsport bringst.

…du unter Schwebebalken ausschließlich das Handwerkszeug eines Illusionisten verstehst.

…du beim Hammerwerfen an aufgebrachte Verkäufer im Baumarkt denkst.

…du den Begriff Zirkeltraining mit langweiligen Übungen im Geometrie-Unterricht verbindest.

…du bei Abseitsfalle nur an eine abgelegene Fangstelle für Mäuse und andere Nager denkst.

…du unter Hindernislauf nur den Großeinkauf am verkaufsoffenen Sonntag in der City verstehst.

…du mit Tauziehen das frühmorgendliche Abstreifen noch feuchter Wiesen meinst.

…du dir sicher bist, dass Doping der Nachname eines asiatischen Sportministers ist.

…du Polo nur in Verbindung mit einem Kleinwagen aus Wolfsburg in Verbindung bringst.

 

Blogbuch-Eintrag: 27. 03.2018

Jetzt neu: Unser Ratingen-Podcast!

Zwischen Anger und Schwarzbach, zwischen den Autobahnen A3, A52 und A524 und abseits aller Hauptstrecken im Bahnverkehr liegt Ratingen: Die unentdeckte Perle im Dreieck von Ruhrgebiet, Bergischem Land und beginnendem Niederrhein.

Hier gibt es redaktionell eine einzige Tageszeitung, zweieinhalb Wochenblätter, ein Privatradio und seit dem Sendeschluss von center.tv eine riesige mediale Lücke (wobei die einzig nennenswerte Leistung von center.tv mit Blick auf Ratingen die ungekürzte und permanente Wiederholung aller Karnevals- und Schützenumzüge jeweils in voller Länge war. Aber das ist eine andere Geschichte.)

Diese Lücke schließt unser neuer Ratingen-Podcast.

Ungewöhnliche Sichtweisen, ehrliche Analysen, eigenartige Sichtweisen und leidenschaftlich formulierte Meinungen.

Dazu gnadenlos subjektiv und immer auf der Höhe der Ortszeit Ratingen: Das ist der Ratingen-Podcast.

Die Podcaster: Uli, Markus und ich.

Der Podcast: http://www.ratingen-podcast.de

Hören Sie rein!

 

Blogbuch-Eintrag: 19.02.2018

Whitepaper? Ich seh‘ rot!

Seit langer Zeit ganz vorne im Bullshit-Bingo und fast täglich im Posteingang bei jedem beliebigen Newsletter-Bezieher: das Whitepaper. Ich weiß nicht, wann genau die ersten Whitepapers auftauchten. Und wer auf die Idee kam, kleine Besinnungsaufsätze mit halb wissenschaftlichem Inhalt auf den Namen Whitepaper zu taufen. Ich weiß nur: Sie werden immer mehr. Und sie nerven.

Banal bis dämlich

Als wiss- und lernbegieriger Konsument habe ich schon diverse Whitepaper-Buttons angeklickt. Da erscheint in der Regel erstmal gar nichts – außer der freundlichen Bitte, vor dem Wissenszuwachs einige wichtige persönliche Daten preiszugeben. Zähneknirschend gibt der Bildungshungrige seine Personalien preis. Und kann wenig später ein Whitepaper herunterladen, das je nach Anbieter inhaltlich deutlich variiert: von überraschend spannend über überraschend banal bis hin zu überraschend dämlich.

Der Aufpreis ist heiß

In einigen Fällen ist es mit dem Download aber nicht getan. So rief vor einiger Zeit der Anbieter eines Whitepapers an – ein Kommunikationsdienst, dessen Download an Allgemeinplätzchen nichts zu wünschen ließ. Ich hätte mir, so der Anrufer, das Whitepaper heruntergeladen und noch sicherlich einige Fragen. Die könne er rasch und gegen einen entsprechenden Aufpreis liefern.

Grundlagen des Marketing

Gern hätte ich dem aufdringlichen Menschen am anderen Ende der Leitung ein Whitepaper zum Thema „Die zehn Grundregeln des Telefonmarketings. Regel 1: Erzähl‘ keinen Unsinn“ aufgedrängt. So aber legte ich relativ rasch und mit kurzer Verabschiedungsformel auf. Ohne Erfolg: Gestern rief nach drei Monaten erneut ein Vertreter besagten Kommunikationsdienstes an. Ich hätte da ja ein Whitepaper heruntergeladen und er wollte mal fragen… Die Kommunikation endet dann relativ abrupt – meinerseits.

Schwarze Schafe bei Whitepapers

Leider gehören Whitepaper noch immer zu den gängigen Instrumenten des Marketing. Leider, weil so viele gute Ansätze und lesenswerte Ideen in der Masse schwarzer Whitepaper-Schafe (sic!) untergehen. Schade. Vielleicht sollte man mal zu diesem Thema ein Whitepaper verfassen …

Wolfram Lotze

Lust auf meine Sportglossen? Gibt’s hier: Abseits aller Vernunft